Wie wir unser Stimmegebrauch klingt, ergibt sich aus vielfältigen Einflüssen. Wir sehen uns an, welche das sind und wie wir schlechte Stimmgewohnheiten ändern können.
Erlernter Stimmgebrauch - wie wir zu unserer Stimme kommen

Meilensteine der Stimmentwicklung

Schon im Schrei eines Babys lässt sich so etwas wie eine Melodie erkennen. Von der frühesten Kindheit an spielt unser Stimmgebrauch eine wichtige Rolle in der Kommunikation. Der Dialog zwischen dem Kind und der Mutter nimmt da eine wichtige Stellung ein. Damit geht auch der Spracherwerb los. Zuerst mit der Lall- und Brabbelphase, dann mit den ersten Wörtern und allmählich mit den ersten satzartigen Äußerungen. Von Anfang an probieren wir unsere Stimme aus – nicht nur mit Schreien. Wir produzieren ruhige Grundlaute im unteren Drittel unseres Stimmumfangs und nach den ersten paar Monaten beginnen wir unsere ganze Stimmkapazität zu erkunden.

Stimmgebrauch: Einfluss von Familie, Schule oder Medien

Wie wir beim Sprechen oder auch Singen unsere Stimme einsetzen, wie wir unsere Sprechwerkzeuge verwenden, wird von unserem sozialen Umfeld geprägt. Vor allem von der Familie, aber auch von individuellen Vorbildern und natürlich auch von den Medien.
Kinder sind Meister der Imitation – sie hören zu, erproben die Lauterzeugung und machen es punktgenau nach. Nicht nur die Muttersprache saugen Kinder auf wie ein Schwamm, auch die Eigenheiten, wie ihr Umfeld mit Melodie, Rhythmus und Betonung umgeht.

Dabei gilt allerdings auch, dass ungünstige oder kranke Arten, die Stimme zu verwenden, nachgeahmt werden – also z.B. eine zu hohe, angespannte Stimme, oder auch ein zu tiefer, gepresster Ton. Oft wird z.B. mit Kindern in Schule oder Kindergarten zu tief gesungen.
So können auch Gewohnheiten im Stimmgebrauch entstehen, die sich auf die Stimme schlecht auswirken – eine sogenannte habituelle Stimmstörung. Ein Umfeld, wo andauernd der Fernseher läuft und das Kind schreien muss, um Gehör zu finden, kann zu Heiserkeit führen. Mehr zu diesem Thema im Blogbeitrag „Heiserkeit und Stimmstörung bei Kindern“

Stimme – ein sensibles Instrument

Im Laufe des Lebens verändert sich die Stimme – am größten ist die Veränderung im sogenannten Stimmbruch. Die Stimmen der jungen Männer werden um eine Oktave tiefer, die der Frauen um eine Terz. Später hat der hormonelle Wechsel bei Frauen einen Einfluss und schließlich gibt es noch die Altersstimme, wenn die Muskelspannung des Stimmapparates merklich nachlässt.

Der erlernte, langfristige Stimmgebrauch wird von individuellen Faktoren bestimmt. Neben Vorbildern spielen auch das Hörvermögen, Körperhaltung, Bewegungsmuster, Gestik und Mimik eine Rolle. Auch die Persönlichkeit ist von der Stimme nicht zu trennen. Mehr dazu im Blogbeitrag „Meine Stimme – Klang der Seele“. Allgemein haben auch Faktoren wie Sportlichkeit sowie Ess-, Trink- oder Rauch-Verhalten ihre Wirkung auf die Stimme.

Kurzfristig und situationsbedingt finden viele andere Faktoren wie Stimmung, Tageszeit bis hin zur Luftqualität Widerhall in unserer Stimme.

Stimmgewohnheiten ändern

Die Art der Betonung, der Sprachmelodie und des Rhythmus ist eine starke individuelle Prägung, ändert sich im Laufe des Lebens allerdings leicht. Nicht nur die Sprache verändert sich, z.B. sprechen wir im Kindes- und Jugendalter – geprägt von der Schule – eher Hochdeutsch als später im Erwachsenenalter, wo der lokale Dialekt wieder stärker Einfluss gewinnt.
Auch was unseren Stimmgebrauch betrifft, können sich die Gewohnheiten langsam ändern. Die Kraft der Stimme ebenso wie der Umfang nimmt bis zum Erwachsenenalter immer mehr zu. Von Beginn der stimmlichen Entwicklung ist es wichtig, die Flexibilität zu erhalten und auszubauen, damit man seine persönliche Wohlfühlstimme findet und diese ausdrucksfähig bleibt.
Mit etwas Stimmbildungs-Arbeit und professioneller Unterstützung kann man auch einen ungünstigen Stimmgebrauch wieder loswerden. Der erste Schritt dabei ist immer die Wahrnehmung. Erst wenn uns bewusst ist, was ungünstig ist und wie es entsteht, können wir auch zu einem anderen Stimmverhalten übergehen.

Hilfe bei Stimmproblemen

Wenn Kinder im Alter von vier Jahren Sprech- der Sprachprobleme aufweisen, sollten die Eltern eine Sprachambulanz aufsuchen. Mit der entsprechenden Therapie kann bis zum Schulalter viel erreicht werden. Aber auch im Erwachsenenalter lässt sich der gewohnte Stimmgebrauch noch verändern.
Verschiedene Stellen bieten professionelle Hilfe für die Entwicklung der Stimme an: Logopäden, Phoniater oder Sprachheillehrer. Sie helfen, die Wahrnehmung zu schulen und die Stimme durch verschiedene Übungen richtig zu verwenden und gesund zu erhalten.
Den eigenen Körper kennen und zuhören lernen sind wichtige Voraussetzungen, um die Stimme voll auszubilden. Denn die Stimme ist ein körpereigenes Musikinstrument, an dessen richtiger „Spielweise“ viele Organe, Muskeln und Resonanzräume beteiligt sind.

Zur Stimmpflege und bei Heiserkeit hilft isla® – speziell für Kinder wurde isla® junior entwickelt. Bestellen Sie sich kostenlos eine Probepackung – hier geht’s zum Bestellformular.

Hinweis:

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen dieses Medizinproduktes informieren Gebrauchsanweisung, Arzt oder Apotheker.

War dieser Blogbeitrag für Sie informativ bzw. hilfreich?
Dann teilen Sie ihn gerne mit anderen!

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter

Kategorien

Gefällt Ihnen unser Inhalt? Schenken Sie uns ein Like oder teilen Sie einen Beitrag auf Facebook!

Aktuelle Beiträge

Beitragsarchiv

Archive

JETZT GRATIS PROBEPACKUNG