Zwanghaftes Räuspern – ein Teufelskreis für die Stimme

Besonders auffällig und störend ist es im Theater, im Kino oder bei einem Konzert: der Zwang mancher Leute, sich zu räuspern. Noch unangenehmer ist es aber für die Betroffenen selbst, denn sie können nicht anders und stecken in einem Teufelskreis fest. Wie kommt es zu diesem zwanghaften Verhalten, was sind die Ursachen und wie kann man sich wieder befreien?
Räuspern & Frosch im Hals

Räuspern: Hurricane für die Stimme

Beim Räuspern werden die Stimmbänder aneinander gedrückt, die Stimmritze wird kurzfristig verschlossen und mit großem Luftdruck aus dem Brustraum wieder aufgesprengt. Die Schleimauflagerungen werden dabei zwar weggeblasen – was der Zweck des Räusperns ist – aber gut für die Stimme ist das nicht. Kehlkopf und Stimmbänder verlieren dabei ihre Schutzschicht und werden gereizt. Drastisch ausgedrückt ist Räuspern „eine Misshandlung der Stimmbänder“, vergleichbar mit einem Hurricane, der über einen Wald hinwegfegt.

Der Teufelskreis – Psychologie des Räusperzwangs

Räusperzwang wird auch Globussyndrom genannt. Als Betroffener fühlt es sich an, als würde ein Fremdköper im Hals stecken. Diesen versucht man dann durch Räuspern loszuwerden. Doch leider wird die vermeintliche Ursache – der Fremdkörper in der Kehle ist eben nur eingebildet – nicht beseitigt, sondern das Problem nur schlimmer. Nach dem Räuspern fühlt sich der sogenannte Frosch im Hals nur noch größer an – und der Teufelskreis beginnt von neuem. Denn es kommt zu weiteren Beschwerden im Halsbereich (gereizte Schleimhäute und Stimmbänder, vermehrte Sekretbildung usw.), die das Gefühl, sich räuspern zu müssen, wiederum verstärken. Oft gehen auch Husten und Würgen damit einher, was die Angelegenheit sehr unangenehm machen kann. In kurzer Zeit kann daraus ein „Tick“ werden, der nicht von selbst verschwindet.

Der Räusperzwang bleibt leider nicht ohne Folgen. Reizungen der Stimmbänder, Halsschmerzen, ein Stechen im Hals und Schluckbeschwerden sind mögliche Folgen. Langfristig können sich organische Veränderungen an der Stimme wie Knötchen oder neue Blutgefäße bilden. Derartige funktionelle Stimmstörungen sind in den letzten Jahren häufiger zu beobachten – der Frosch im Hals und der permanente Drang sich zu räuspern sind davon typische Anzeichen.

Psychische und körperliche Ursachen

Die Stimme steht immer in Zusammenhang mit Stimmung und Persönlichkeit. Der Räusperzwang ist oft ein Ausdruck starker psychischer Anspannung. Leistungsdruck oder ähnlich belastende Faktoren schnüren den Betroffenen sozusagen die Kehle zu. Dieses Gefühl ist auch bei Depressionen bekannt. Eine psychische Erscheinung ist es auch, wenn der Tick als Teil des Tourette-Syndroms auftritt – dann ist der Zwang jedoch kaum zu kontrollieren und sehr schwer behandelbar.

Oft steckt auch einfach eine Überlastung der Stimme dahinter. Schwache Stimmorgane, falsche Sprechgewohnheiten, psychische oder berufsbedingte Belastungen führen zu einer Überfunktion im Kehlkopfbereich und im weiteren zum Räusperzwang.

Bei den körperlichen Ursachen stehen Entzündungen im Bereich der oberen Atemwege (Kehlkopf, Rachen oder Luftröhre) oder auch Sodbrennen hinter dem Drang, sich zu räuspern. Auch wenn Sekret aus den Nasenhöhlen in den Rachen tropft – das sogenannte Postnasal-Drip-Syndrome – reagiert der Körper mit Räuspern oder Reizhusten.
Weitere Ursachen können Pilzinfektionen im Hals, Zysten (verstopfte Drüsen auf der Schleimhaut), Schilddrüsenprobleme oder sehr selten auch ein Tumor sein.

So werden Sie den Räusperzwang wieder los

Wenn das unangenehme Gefühl nach 4 bis 6 Wochen nicht verschwunden ist, sollten Sie zum Arzt gehen, um die Ursache abklären zu lassen – besonders bei Schwellungen im Hals, Schluckbeschwerden oder wenn die Stimme aussetzt. Mehr zu diesen Themen können Sie in unserem Blogbeitrag „Wenn schlucken wehtut“ und „Heiserkeit – Hals und Stimme in Not“ nachlesen.

Die Therapie des Arztes orientiert sich an der Ursache. Meistens ist Räusperzwang gut behandelbar. Wenn der Räusperzwang ein neurotischer Effekt ist, kann eine Psychotherapie helfen. Bei organischen Veränderungen oder Entzündungen können Medikamente bzw. kleine operative Eingriffe erforderlich sein.

Damit man gar nicht erst in den Teufelskreis kommt, sollte man gereizte Schleimhäute oder einen trockenen Mund – auch Mundtrockenheit kann zu Räusperzwang führen – schnell beruhigen. Um die Schleimhäute feucht zu halten, empfiehlt es sich, isla® Pastillen zu lutschen und viel Wasser zu trinken.

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Um Stimme und Kehlkopf die Anspannung zu nehmen, ist herzhaftes Gähnen eine gute Lockerungsübung. Wenn Sie Ihre Stimme oft beanspruchen müssen, haben wir noch weitere gute Übungen in unserem Beitrag „Sei lieb zu deiner Stimme – Tipps für Vielsprecher“.

Hinweis:

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen dieses Medizinproduktes informieren Gebrauchsanweisung, Arzt oder Apotheker.

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