Die ganze Familie erkältet? Was tun?

Gerade im Jänner und Februar haben Erkältungs- und Grippeviren Hochsaison. Wenn die Erkältungswelle kommt, ist die Gefahr groß, dass sich in kurzer Zeit die ganze Familie ansteckt und der Familienalltag zusammenbricht.
Familie erkältet

Häufig werden die Viren und Bakterien von den Kindern aus der Schule oder dem Kindergarten mit nach Hause gebracht. Denn aufgrund ihres noch nicht voll ausgebildeten Immunsystems erwischt eine Erkältung Kinder viel öfter und auch Eltern von Kindern, in deren Schule Infektionen grassieren, werden häufiger krank.

Erkältung und Grippe werden über Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Wenn jemand niest oder hustet, bläst er Sekret mit Erregern in die Umgebungsluft – gelangen diese Tröpfchen an unsere Schleimhäute oder werden sie eingeatmet, können wir uns anstecken. Wenn jemand in seine Hand niest oder hustet und dann etwas angreift, bleibt das Sekret auf der Oberfläche zurück. Mit der Hand nehmen andere die Erreger auf – etwa von Türklinken, Haltegriffen in der U-Bahn o.Ä. – und stecken sich an, indem sie sich in Nase, Mund oder Augen greifen. Das ist die sogenannte Schmierinfektion.

Zwei Faktoren sind bei einer Ansteckung mit Erkältung oder Grippe maßgebend: wie eng der Kontakt ist und wie lange er dauert. Deswegen geschehen die meisten Infektionen zuhause. Als Familie teilt man sich schließlich den Wohnraum und gemeinsame Stunden auf der Couch, isst miteinander und schläft mitunter im selben Bett. Zuhause warten also viele Oberflächen, die kontaminiert sind.

Kranke Kinder zuhause gesund zu pflegen fällt dann umso schwerer, wenn man sich als Elternteil selbst schlapp und elend fühlt. Doch Gott sei Dank kann man etwas tun, um das Risiko einer „Familienepidemie“ zu vermindern.

Die besten Tipps gegen Erkältung für Sie und Ihre Familie:

Hände waschen

Sorgfältige Handhygiene ist die beste Maßnahme gegen eine Ansteckung. Da die Hände am meisten mit Bakterien und Viren in Berührung kommen und von dort in unseren Körper gelangen, sollte man sie häufig waschen. Hände unter fließendem Wasser nass machen, schäumend einseifen, auch Handrücken, Fingerspitzen und zwischen den Fingern und dann gut abspülen – insgesamt ein bis zwei Minuten. Das Einseifen tötet innerhalb von 30 Sekunden mehr Keime ab, als wenn man sie desinfiziert. Zum Schluss mit einem sauberen Handtuch abtrocknen – am besten hat jeder sein eigenes, damit hier keine Erreger vom Einen geparkt und vom anderen abgeholt werden.

So wenig wie möglich ins Gesicht greifen

Ohne es zu merken greift man sich durchschnittlich 16 Mal in der Stunde ins Gesicht. So transportiert man die Erreger zu Augen, Nase oder Mund, wo sie Zugang in unseren Körper finden. Je weniger man sich also mit den Händen ins Gesicht fasst, desto geringer die Gefahr, sich auf diesem Wege zu infizieren.

Richtig husten und niesen

Auch hier kann man die Hygiene fördern. Wenden Sie sich beim Husten und Niesen von anderen ab, so verringern Sie die Gefahr einer Übertragung durch die Luft. Um eine Verbreitung über die Hände zu verhindern, niest und hustet man am besten in ein Papiertaschentuch oder in die Armbeuge. Diese kommt auch kaum mit anderen Gegenständen in Kontakt.

Oberflächen reinigen

Häufig berührte Oberflächen und Gegenstände sollten möglichst oft gereinigt werden. Auch ein Desinfektionsmittel ist hilfreich, um Viren und Bakterien auf Türklinken, Wasserhähnen oder Lichtschaltern unschädlich zu machen. Denn es lässt sich einfach nicht vermeiden, Dinge zu berühren, die schon von anderen Familienmitglieder angefasst wurden.

Papiertaschentücher sofort entsorgen

Angeschnäuzte Taschentücher sind ein Tummelplatz für Viren und Bakterien. Deshalb sollten sie nicht in Ihrer Nähe herumliegen, sondern schnellstens weggeschafft werden.

Zuhause bleiben

Wenn man krank ist, sollte man um seiner eigenen Gesundheit willen und der der anderen innerhalb der eigenen vier Wände bleiben und sich schonen. Wenn sich alle daran hielten, nicht als „Bazillenschleuder“ zur Arbeit, in die Schule oder in den Kindergarten zu gehen, hätten Erkältungs- und Grippeviren viel weniger Chance auf Verbreitung.

Abstand halten

Viren können, in Tröpfchen eingeschlossen, zwar einige Meter weit fliegen, jedoch hilft es auch schon, sich die Erreger nicht von kranken Familienmitgliedern durch Körperkontakt direkt abzuholen. Auch getrennte Schlafstätten während der Krankheit können helfen.

Regelmäßig lüften

Wie in unserem letzten Beitrag Erkältungsfaktor Raumluft schon ausführlich beschrieben, sollte virenverseuchte Luft regelmäßig durch frische ersetzt werden. Das hat meist auch Vorteile für die Luftfeuchtigkeit, die eine Übertragung verhindern kann.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie die nächste Erkältungswelle mit diesen Tipps gut überstehen. Im kommenden Beitrag nehmen wir unter die Lupe, was man für einen erkältungsfreien Schiurlaub beachten sollte. Schauen Sie wieder rein!

Hinweis:

Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen dieses Medizinproduktes informieren Gebrauchsanweisung, Arzt oder Apotheker.

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